Unabhängige wissenschaftliche Studien

Wir geben einen entscheidenden Beitrag, um im Alltag für alle Bürger eine bessere Gesundheit zu gewährleisten. Neben der Konferenz „Nudging und Gesundheit“ und der Durchführung von öffentlichen Aktionen zur Förderung der Gesundheit, führen wir auch unabhängige wissenschaftliche Studien zum Thema Nudging und Gesundheit durch

Nudging ist noch nicht wirklich angekommen in der Bevölkerung und weitestgehend unbekannt. Wenn es in den Medien diskutiert, dann häufig sehr einseitig negativ, da es manipulativ sei und die Bürger für dumme Schafe verkaufen würde. Wir begrüßen eine kritische Diskussion von Nudging-Maßnahmen, jedoch zeigen zahlreiche internationale Meinungsumfragen, dass die Mehrheit der Bürger Nudging-Interventionen durchaus begrüßt (u.a. Reisch, Loibl, Sunstein). Mit diesem groß angelegten Online-Survey wollen wir daher genau erfragen, was Bürger begrüßen und unter welchen Bedingungen (Ziel, Zielgruppe und Urheber des Nudges). Mit den Ergebnissen möchten wir die Diskussion über Gesundheits-Nudges neu und differenzierter in Gang bringen.

Über #treppegehtimmer bemühen wir uns bereits körperliche Aktivität niedrigschwellig im Alltag zu fördern. Bei der Entwicklung der Aktion ist uns jedoch durch Beobachtung der Treppe aufgefallen, dass ein wichtiger Prädiktor, ob jemand die Treppe oder die Rolltreppe nimmt, die Entscheidung der Person ist, die vor einem geht. Sprich: Nimmt die Person, die vor mir geht (ob ich sie kenne oder nicht), die Treppe, nehme ich auch mit einer höheren Wahrscheinlichkeit die Treppe. Das Gleiche trifft auf die Entscheidung für die Rolltreppe zu. Wir haben das Experiment an einem Berliner Bahnhof durchgeführt und Erstaunliches dabei herausgefunden. Bald dazu mehr!

Bisherige Arbeiten zu Gesundheits-Nudges fokussieren insbesondere Ernährung und Bewegung. Dies sind zeitgleich auch die wichtigsten Einflussfaktoren auf vermehrtes Übergewicht in der Bevölkerung. Der Schluss liegt also nahe, dass hier ein enormes Potential für die Anwendung von Nudges liegt. Wir führen daher aktuell eine Literaturrecherche durch, wie Nudges die Prävention und Therapie der Adipositas bereichern können. Dabei orientieren wir uns am klassischen Verlauf einer Patient Journey und der aktuellen Leitlinie zur Behandlung und Prävention der Adipositas von Kindern und Erwachsenen.

Aktuell erfahren Initiativen der Globalen Gesundheit in Deutschland einen neuen Aufschwung und vermehrte Förderung. Dies zeigt die Gründung des Global Health Hubs Germany oder die Erklärung des internationalen Beratergremiums zur Globalen Gesundheitspolitik. Auch wir möchten unseren Beitrag leisten, um auf die Möglichkeiten in der Anwendung von Nudges hinweisen. Dafür haben wir über den Global Health Hub Germany eine Arbeitsgruppe gegründet, im Rahmen dessen wir eine Übersichtsarbeit zum Thema Globale Gesundheit und Nudging verfassen werden.

Prof. Matusiewicz hat über Springer ein Buch-Projekt in Gang gestoßen, welches sich mit Think Tanks im deutschen Gesundheitswesen auseinander setzt. Auch wir werden dabei läuft vorstellen, darstellen, was unsere Ziele und Arbeitsweisen sind, sowie die Möglichkeiten von Nudges im Gesundheitswesen illustrieren.

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