Nudging – EAST-Modell einfach erklärt – Framework der Behavioural Insights | Dr. Nudge #7

Nudging – EAST-Modell einfach erklärt – Framework der Behavioural Insights | Dr. Nudge #7
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Ich möchte euch heute ein weiteres Modell vorstellen, welches im Zusammenhang mit Nudging und Behavioural Insights steht: das EAST-Modell. Jeder Buchstabe von dem Wort „EAST“ steht für ein Instrument, welches man in der Gestaltung von Maßnahmen einsetzen kann. Ich erkläre euch anhand des Beispiels „Bewegungsförderung im Betrieb“, was die einzelnen Instrumente bedeuten.

Easy (einfach)
1)Defaults (Standartoptionen)
Beispiel: Mitarbeiter automatisch in einen Sportkurs einschreiben
2)Reduce Hassle Factor (Aufwand reduzieren)
Beispiel: wichtige Räume im Büro auf verschiedenen Etagen platzieren
3)Simplify messages (Nachrichten vereinfachen)
Beispiel: Nachrichten möglichst einfach verfassen, um die Botschaft verständlich zu überbringen

Attractive (attraktiv)
1)Attention (Aufmerksamkeit)
Beispiel: witzige Plakate im Treppenhaus aufhängen, damit die Treppe häufiger genommen wird
2)Incentives (Anreize)
Beispiel: Preisausgabe für denjenigen, der die meisten Treppen über einen längeren Zeitraum genommen hat

Social (sozial)
1)Community (Netzwerke)
Beispiel: Team Challenges, bei denen verschiedene Abteilungen gegeneinander antreten
2)Soziale Normen
Beispiel: übermitteln, dass die Mehrheit schon an dem Programm teilnimmt
3)Commitment (Verbindlichkeit erhöhen)
Beispiel: ein Bewegungsziel mit einem Partner gemeinsam verfolgen

Timely (zeitlich angemessen)
1)Passende Zeitpunkte
Beispiel: Veränderungen am Jahresanfang machen, wo die meisten Menschen besonders rezeptiv für diese sind
2)Unmittelbare Vorteile
Beispiel: sofortigen Effekt klar machen – z.B. besserer Schlaf, gesünderes Gefühl
3)Unterstützung bei der Planung
Beispiel: in der Planung schon mögliche Gründe erkennen, die die Umsetzung behindern könnten und Strategien entwickeln, um diese zu umgehen.

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